Artikel
 
08.01.2019
Fachkonferenz „Legionellen aus Rückkühlwerken“
 

Legionellen-Risiken kennen und vermeiden

Die 42. BImSchV hat für Betreiber von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern erhöhte Anforderungen an den Legionellenschutz mit sich gebracht. (Bild: iStock/primeimages)

Die 42. BImSchV hat für Betreiber von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern erhöhte Anforderungen an den Legionellenschutz mit sich gebracht. (Bild: iStock/primeimages)

Wie lassen sich Legionellenausbrüche wirksam verhindern? Die VDI-Fachkonferenz „Legionellen aus Rückkühlwerken“ am 26. und 27. Februar 2019 in Düsseldorf zeigt, wie sich Anlagen schützen lassen und ermöglicht den Erfahrungsaustausch zur 42. BImSchV.
 

Legionellenausbrüche wie zum Beispiel in Warstein oder Jülich lassen die Öffentlichkeit aufhorchen. Auch der Gesetzgeber hat die Risiken erkannt und mit der 42. Verordnung zum Bundes-Immissionschutzgesetz (BImSchV) die Weichen für eine bessere Kontrolle von Verdunstungs-kühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern gestellt. Über die Erfahrungen im Zuge der Umsetzung diskutieren Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden auf der 3. VDI-Fachkonferenz „Legionellen aus Rückkühlwerken“.

 

Seit gut anderthalb Jahren ist die 42. BImSchV in Kraft. Für Anlagenbetreiber verbinden sich damit weitreichende Änderungen bei Errichtung, Betrieb, Wartung, Instandhaltung, Neubau oder Gefährdungsbeurteilung. So gilt unter anderem eine Anzeigepflicht für alle neuen und bestehenden Anlagen. Hinzu kommen weitere Pflichten für Anlagenbetrieber wie etwa betriebsinterne Überprüfungen des Nutzwassers, Laboruntersuchungen, das Führen eines Betriebstagebuchs, Anlagenprüfungen durch Sachverständige oder Inspektionsstellen.


Auf der Konferenz „Legionellen aus Rückkühlanlagen“ diskutieren Betreiber, Planer, Behördenvertreter und Experten von unabhängigen Instituten. Der Erfahrungsaustausch im Umgang mit der 42. BImSchV soll den Teilnehmern neue Denkanstöße für die eigene Betriebspraxis sowie Einblicke in beispielhafte Vorgehensweise geben. Wie lassen sich Anlagen wirksam vor Legionellenausbrüchen schützen, wie kann ein hygienisch einwandfreier Anlagenbetrieb sichergestellt und überprüft werden? Diese Fragen aus der Praxis stehen im Mittelpunkt der VDI-Fachkonferenz.

 

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählen:

  • Zuordnung und Ausnahmeregelungen wie Hybridanlagen
  • Umgang mit Zweifelsfragen und Ausnahmegenehmigungen
  • Umsetzung einer Gefährdungsbeurteilung aus Sicht eines Sachverständigen
  • Strategien zur Überwachung und Einsatz von Bioziden
  • Praktische Erfahrungen aus der Laborüberwachung
  • Problematik und Qualität bei der Probenahme

 

Spezialtag zur Gefährdungsanalyse
Bereits am 25. Februar findet ein Spezialtag zum Thema „Anforderungen an die Gefährdungsanalyse“ statt. Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Anlagenkonzepte, Betriebsweisen und Anwendungssituationen sind die Bedingungen, unter denen eine gesundheitsgefährdende Legionellenvermehrung eintreten kann, stets individuell zu betrachten. Der Spezialtag widmet sich daher den wesentlichen Einflussgro?ßen zum Schutz vor Legionellen sowie der Frage, wie eine unternehmensspezifische und zugleich normgerechte Gefährdungsanalyse zu konzipieren ist.

Anmeldung und Programm unter https://www.vdi-wissensforum.de/weiterbildung-bau/legionellen-aus-verdunstungskuehlanlagen/ oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.

Ihre Ansprechpartnerin im VDI Wissensforum
Dr. Barbara Praest
Gruppenleiterin Produktmanagement
Bau – Energie – Umwelt – Kunststoff
Telefon: +49 211 6214-497
Fax: +49 211 62 1497-497
E-Mail: praest@vdi.de 

 
Seite weiterempfehlen:XingFacebookTwitter